Das aktuelle VUP-Konjunkturbarometer für das erste Halbjahr 2026 zeichnet ein gedämpftes Bild für die Labor- und Analytikbranche, die damit zeitversetzt dem allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Trend folgt. Die aktuelle Auftragslage wird als verhalten bewertet, während die Prognose für das kommende Halbjahr stagniert. Diese Zurückhaltung spiegelt sich deutlich in den Budgets wider: Die Investitionsplanungen für Werbung und Immobilien sind rückläufig, und selbst bei der Anschaffung neuer Analysetechnik wird im Vergleich zum Vorjahr spürbar gespart. Einzige klare Ausnahme bleibt die Labordigitalisierung, die weiterhin mit hohen geplanten Ausgaben im Fokus steht.
Obwohl sich die Stimmung insgesamt eingetrübt hat – rund ein Drittel der Labore befürchtet sogar eine leichte Verschlechterung und die überwiegende Mehrheit rechnet mit stagnierenden Umsätzen –, besteht kein Grund zur Panik. Da drastische Einbrüche ausbleiben und sich die Werte auf einem stabilen Niveau konsolidieren, liefern die Daten der Branche zumindest verhaltenen Grund zum Optimismus. Positiv zu bewerten ist die zunehmende Entspannung beim Fach- und Arbeitskräftemangel.
Quelle
VUP Deutscher Verband Unabhängiger Prüflaboratorien e.V. (05/2026)