KERN & SOHN auf der Analytica 2026
Die Anforderungen an moderne Laborarbeit steigen kontinuierlich. Präzise Messergebnisse allein reichen nicht mehr aus – ebenso entscheidend sind eine sichere Dokumentation, eine transparente Datenverarbeitung und die nahtlose Integration in digitale Arbeitsabläufe. Auf der Analytica 2026 zeigt KERN & SOHN, wie sich präzise Mess- und Wägetechnik mit softwaregestützten Prozessen verbinden lässt.
Im Mittelpunkt des Messeauftritts in Halle B2, Stand 206, steht dabei nicht nur die Präsentation neuer Laborgeräte, sondern vor allem deren Zusammenspiel im digitalen Umfeld. Anhand eines konkreten Anwendungsbeispiels wird demonstriert, wie die Software KERN BalanceConnection mehrere Messgeräte mit einem PC verbindet und als zentrale Schnittstelle für die digitale Weiterverarbeitung der Messdaten dient.
Digitale Datenerfassung im Labor
KERN BalanceConnection ist als Windows-basierte Software konzipiert, die im Hintergrund arbeitet und Messwerte zuverlässig von angeschlossenen Geräten übernimmt. Die Anzahl der angebundenen Geräte und Schnittstellen ist dabei flexibel skalierbar. Waagen, Feuchtebestimmer oder andere Messgeräte lassen sich gleichzeitig erfassen, wobei die Messdaten zeit- oder tastengesteuert abgefragt werden können, auch über längere Zeiträume hinweg. Die Software ist insbesondere für Anwendungen ausgelegt, bei denen Messwerte automatisiert an einen Windows-PC übergeben und dort strukturiert weiterverarbeitet werden sollen.
„Gerade bei Langzeitversuchen oder Daueraufzeichnungen ist eine manuelle Datenerfassung fehleranfällig und zeitintensiv“, erläutert Aleksandar Delic, Category Manager Labor bei KERN & SOHN. „KERN BalanceConnection ermöglicht eine automatisierte, reproduzierbare Dokumentation – unabhängig davon, ob ein Versuch über Stunden, Tage oder Wochen läuft.“
Ein zentrales Merkmal der Software ist die flexible Gestaltung der Datenausgabe. Messwerte lassen sich formatieren, runden oder berechnen und um Zusatzinformationen wie Datum, Uhrzeit, Geräte- oder Benutzerangaben ergänzen. Dadurch können Laboranwender die Daten gezielt für ihre jeweiligen Auswertungen vorbereiten, beispielsweise für Excel-basierte Analysen oder die Übergabe an andere Systeme.
Für regulierte Umgebungen stellt die PRO-Version einen passwortgeschützten Excel-Export bereit. Das bei jeder Ausleitung automatisch neu generierte Passwort sichert die Integrität der ausgegebenen Daten und unterstützt eine nachvollziehbare Dokumentation.
KERN & SOHN zeigt auf der Analytica, wie sich Waagen und weitere Messgeräte in digitale Arbeitsabläufe integrieren lassen, im Bild die Präzisionswaage KERN PDS im Zusammenspiel mit der Software KERN BalanceConnection.
Vernetzte Messgeräte im praktischen Einsatz
Auf der Analytica führt KERN die Software anhand eines vernetzten Systems aus drei Geräten vor: der Analysenwaage KERN ABP-A, dem Feuchtebestimmer KERN DBS und der Präzisionswaage KERN PDS. Dieses Setup verdeutlicht, wie sich unterschiedliche Messaufgaben innerhalb eines Labors softwareseitig bündeln lassen.
Die ABP-A hat sich in den vergangenen Jahren als High-End-Analysenwaage im Labor etabliert. Ihre Single-Cell-Wägezelle der neuen Generation ermöglicht kurze Einschwingzeiten und eine hohe Temperaturstabilität. Automatische Schiebetüren, ein höhenverstellbarer Windschutz sowie eine zeit- und temperaturgesteuerte interne Justierung tragen zu schnellen, reproduzierbaren Ergebnissen bei. Auf der Messe dient die ABP-A als Beispiel für die Einbindung bestehender Premiumgeräte in moderne, digitale Workflows.
Der Feuchtebestimmer KERN DBS ergänzt das System um Anwendungen der Trocknungs- und Feuchteanalyse. Das Gerät arbeitet nach dem thermogravimetrischen Prinzip und liefert stabile, reproduzierbare Ergebnisse, auch bei empfindlichen Proben. Die Ergebnisse typischer Anwendungen wie Trocknungsversuche oder Langzeitbeobachtungen lassen sich über die integrierten USB- und RS-232-Schnittstellen an einen PC übertragen und in Verbindung mit BalanceConnection automatisiert dokumentieren und auswerten.
Die 2025 auf den Markt gekommene Präzisionswaage PDS steht stellvertretend für die aktuelle Generation der KERN-Laborwaagen. Gemeinsam mit der Analysenwaagenserie ADS verfügt sie über ein Semi-Touch-Display, das Touch-Funktionen mit klassischen Bedientasten kombiniert. GLP/ISO-konforme Protokollierung und mehrere Schnittstellen erleichtern den Einsatz in regulierten Laborumgebungen und die Anbindung an digitale Systeme.
Die Software KERN BalanceConnection dient als zentrale Schnittstelle für die digitale Weiterverarbeitung der Mess- und Wägedaten.
Mikroskopie und mehr
Neben Wägetechnik zeigt KERN auf der Analytica auch ein breites Spektrum an Mikroskopielösungen für Labor, Forschung und Ausbildung. Dazu zählen Durchlicht-, Video- und Fluoreszenzmikroskope. Ein Schwerpunkt liegt auf einem neuen Fluoreszenzmikroskop mit LED-Technologie, das auf einem hochwertigen Infinity-Optiksystem basiert und für Anwendungen wie Immunfluoreszenz oder nukleinsäurebasierte Färbungen ausgelegt ist. Die LED-Technologie zeichnet sich durch Betriebssicherheit, Energieeffizienz und konstante Lichtintensität aus.
Vervollständigt wird das Portfolio durch weitere Messgeräte wie digitale Refraktometer für Anwendungen in der Qualitätskontrolle und Prozessüberwachung. Damit deckt KERN ein breites Spektrum analytischer Aufgaben im Labor ab.
Für standardisierte Wiegeprozesse jenseits der gezeigten Systemintegration bietet KERN mit EasyTouch eine weitere Softwarelösung, die unter anderem Rezepturen oder Stückzählungen unterstützt. Sie richtet sich an Anwender, die eine strukturierte Benutzerführung und eine direkte Integration in bestehende IT-Systeme anstreben.
„Unser Ziel ist es, Präzision, Benutzerfreundlichkeit und digitale Integration zusammenzubringen“, fasst Aleksandar Delic zusammen. „Die Analytica ist für uns die ideale Plattform, um diesen Ansatz im praktischen Einsatz zu zeigen.“
KERN stellt auf der Analytica auch einen Auszug aus seinem Mikroskopie-Portfolio vor, im Bild das Fluoreszenzmikroskop KERN OBN 142.
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