Der Deutsche Verband Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP) begrüßt den Beschluss der Amtschefskonferenz der Wirtschaftsministerkonferenz vom 26. November 2025 zur Kritik an der Arbeitsweise der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS). Die Länder unterstreichen darin die zentrale Bedeutung der Akkreditierung für die Qualitätsinfrastruktur und verbinden dies mit dem klaren Auftrag zu einer strukturellen Reform des bestehenden Systems.
Aus Sicht des VUP ist der Beschluss von besonderer Bedeutung, da er zentrale Forderungen aufgreift, die der Verband gemeinsam mit weiteren Labor-, Prüf- und Wirtschaftsverbänden bereits im Vorfeld eingebracht hatte. In einem Schreiben sowie einer gemeinsamen ausgearbeiteten Akkreditierungsstrategie war deutlich gemacht worden, dass punktuelle Anpassungen nicht ausreichen und eine klar definierte Reformagenda notwendig ist. Diese Einschätzung spiegelt sich nun in wesentlichen Teilen im Länderbeschluss wider.
Die Amtschefskonferenz stellt ausdrücklich fest, dass die bislang eingeleiteten und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) dargestellten Maßnahmen nicht ausreichen, um die Arbeitsweise der DAkkS grundlegend zu verbessern. Zugleich benennen die Länder konkrete Zielrichtungen für die Weiterentwicklung des Akkreditierungssystems, darunter kürzere Akkreditierungszeiten, schlankere und transparentere Verfahren sowie planbare und angemessene Kostenstrukturen.
Besonders relevant ist die Bitte der Amtschefskonferenz an das Bundeswirtschaftsministerium, im Jahr 2026 eine Zukunfts- und Reformstrategie für die Akkreditierung zu erarbeiten – unter Einbeziehung von Industrie, relevanten Stakeholdern und den DAkkS-Gremien. Damit setzen die Länder ein klares Signal für eine praxisnahe Weiterentwicklung des Akkreditierungssystems, für das der VUP und die Verbändeallianz zuletzt geworben hatten.
Der VUP wertet den Beschluss als deutliche Rückendeckung für die seit Langem vorgetragenen Forderungen nach einer serviceorientierteren, effizienteren und wirtschaftsfreundlicheren Akkreditierungspraxis. Entscheidend wird nun sein, dass die angekündigte Reformagenda zügig und konsequent umgesetzt wird und im Jahr 2026 in nachvollziehbare Maßnahmen mündet. Die im Länderbeschluss vorgesehene erneute Berichterstattung zur Frühjahrstagung der Wirtschaftsministerkonferenz sollte dabei klare Fortschritte erkennen lassen.
Quelle
Deutsche Verband Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP) (01/2026)