In einer parlamentarischen Antwort (Drucksache 21/7731 auf Kleine Anfrage 21/7383) betont die Bundesregierung die Bedeutung der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS). Um die weltweite Anerkennung deutscher Qualitätsnachweise zu sichern, wurde 2026 eine umfassende Reform eingeleitet:
„Die Bundesregierung hat 2026 einen Reformprozess eingeleitet, um dem international anerkannten Qualitätsversprechen von Produkten und Dienstleistungen weiterhin gerecht zu werden und Akkreditierungsverfahren zukünftig effektiver und kosteneffizienter auszugestalten.“
Neuausrichtung und rechtlicher Rahmen
Ziel ist die Modernisierung der DAkkS-Strukturen für schlankere und kostengünstigere Verfahren. „Mit der personellen Neuaufstellung der DAkkS wird dieser Reformprozess unter Einbindung von Stakeholdern, zuständigen Ressorts und Behörden weiter vorangetrieben“, heißt es in der Antwort. Der Prozess erfolgt unter Einbindung einer Interims-Geschäftsführung.
Ein BMWE-Eckpunktepapier von Ende März 2026 regelt die Strategie: Da „eine verlässliche Gesellschafterstruktur der DAkkS wichtig [ist], die im Einklang mit den Vorgaben des europäischen Akkreditierungsrechts steht“, sichert der Bund weiterhin die gesetzlichen Voraussetzungen für die Beleihung nach § 10 AkkStelleG durch eine „staatsdominierte Gesellschafterstruktur“ ab.
Bedeutung für akkreditierte Laboratorien
Für Prüf- und Kalibrierlaboratorien (ISO/IEC 17025) sowie medizinische Laboratorien (ISO 15189) bedeuten die geplanten Maßnahmen:
- Schnellere Verfahren: Kürzere Bearbeitungszeiten bei Audits und Anträgen (ISO/IEC 17025, ISO 15189).
- Kosteneffizienz: Transparentere und wirtschaftlichere Akkreditierungsgebühren.
- Rechtssicherheit: Garantiertes Fortbestehen der internationalen Anerkennung (ILAC/EA-Abkommen) aller ausgestellten Prüfberichte.