Vom 24. bis 26. März wird München zum globalen Epizentrum der Analytik. Parallel zur Weltleitmesse bietet die analytica conference im ICM ein hochkarätiges wissenschaftliches Programm. Unter der Federführung der Fachgesellschaften GDCh, GBM und DGKL präsentieren internationale Experten in rund 190 Vorträgen, wie der Transfer von der Spitzenforschung in den Laboralltag gelingt. „Die analytica conference verknüpft wissenschaftliche Expertise mit Praxiswissen und beschleunigt so den Transfer aus der Forschung in die Anwendung“, betont Susanne Grödl.
Megatrend: Das autonome Labor und die Datenflut
Ein zentraler Schwerpunkt ist die fortschreitende Digitalisierung, die durch den massiven Einsatz von KI-Methoden eine neue Stufe erreicht hat. Die Sessions „Digital analytical sciences“ und „The next generation (analytical) laboratory“ verdeutlichen, dass das autonome Labor bereits Realität wird.
Dieser Fortschritt bringt jedoch neue Herausforderungen beim Management stetig wachsender Datenmengen mit sich. Strategien zur Auswertung und zum Schutz dieser „verborgenen Schätze“ liefern Vortragsreihen wie „Laboratory data – the hidden treasure“. Ein besonderes Highlight für IT-Verantwortliche: Niklas Beierl von Attacking-Lab beleuchtet das Thema Datensicherheit und digitale Souveränität aus der provokanten Perspektive eines Hackers.
Innovationen in der Lebensmittel- und Gesundheitsanalytik
Auch die Lebensmittelanalytik profitiert von digitalen Innovationen. Die Highlights reichen von digitalen Zwillingen bis hin zur Non-Target-Analytik, mit der Dr. James Marshall (Mars) zeigt, wie sich selbst unbekannte Inhaltsstoffe charakterisieren lassen.
Im Bereich der medizinischen Analytik stehen verfeinerte Methoden zur Früherkennung im Fokus:
- Klinische Massenspektrometrie: Optimierung des Neugeborenen-Screenings.
- Durchflusszytometrie: Präzisionsdiagnostik bei Blutkrebs.
- Metabolomics & Lipidomics: Internationale Forschergruppen diskutieren den Zusammenhang zwischen Stoffwechselprodukten und Krankheitsbildern wie Unfruchtbarkeit.
Forensik, Toxikologie und Nachhaltigkeit
Spannung versprechen die Sessions der Gesellschaft für Toxikologische und Forensische Chemie, die sich unter anderem mit dem Nachweis von Designer-Opioiden (Nitazenen) und tödlichen Insulindosen befassen. Wer den Blick in die Zukunft des Laborbetriebs richten möchte, findet in der Reihe zum „grünen Labor“ wertvolle Impulse für nachhaltiges Arbeiten.
Gut zu wissen: Der Zugang zur Konferenz ist in den Messe-Tickets (Besucher und Aussteller) bereits enthalten. Ein detaillierter Kongress-Planer steht online unter gdch.de/analyticaconf2026 zur Verfügung.