Vom 24. bis 27. März 2026 wird München mit der analytica zum globalen Zentrum für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie. Über 1.100 Aussteller präsentieren wegweisende Neuheiten, wobei insbesondere die Bereiche Digitalisierung, Robotik und KI eine enorme Dynamik aufweisen. Laut Ausstellungsleiterin Susanne Grödl fungiert die künstliche Intelligenz dabei als zentraler Motor für eine Branche, die sich rasant weiterentwickelt. Mit besonderer Spannung werden zudem neun Weltpremieren führender Unternehmen wie Thermo Fisher, Mettler-Toledo und Waldner erwartet.
Ein Schwerpunkt der Messe liegt auf der intelligenten Datenanalyse. Start-ups wie ChemInnovation nutzen KI, um selbst völlig unbekannte Substanzen in Massenspektren zu identifizieren, während FACCTs auf quantenchemische Simulationen setzt, um komplexe NMR-Spektren zu entschlüsseln. Auch die Hardware erreicht neue Leistungsstufen: So stellt Waters ein Massenspektrometer vor, das extrem große Biomoleküle charakterisieren kann – ein entscheidender Fortschritt für die Entwicklung von mRNA- und Gentherapien. Selbst bei Standardanwendungen wie der pH-Wert-Messung sorgt neue Chiptechnik des Fraunhofer IPMS für Miniaturisierung und präzise Testkits in Medizin und Landwirtschaft.
Ergänzt wird das Spektrum durch spezialisierte High-Tech-Geräte für unterschiedlichste Einsatzgebiete. Diese reichen von einem Raman-Spektrometer von HORIBA für die nicht-invasive Hautanalyse in der Kosmetikforschung bis hin zu optimierten DNA-Kits von Promega, die die forensische Auswertung alter oder beschädigter Spuren erleichtern. Für die Bau- und Recyclingbranche bietet analyticon instruments einen kompakten Asbest-Scanner im Hosentaschenformat an, der per Smartphone-App bedienbar ist. Die analytica unterstreicht damit ihre Rolle als entscheidende Plattform, auf der Forscher, Hersteller und Investoren gemeinsam die Weichen für die Zukunft der Laborwelt stellen.