Mikroplastik-Nachweis zwischen Anspruch und Realität

19. Januar 2026

Auf der analytica 2026 (24.–27. März in München) steht die Analytik von Mikroplastik als eine der zentralen Herausforderungen der modernen Umweltanalytik im Fokus. Prof. Dr. Stephan Wagner von der Hochschule Fresenius betont im Vorfeld der Messe, dass der Nachweis je nach Matrix variiert: Während Untersuchungen in Trinkwasser bereits etabliert sind, stellen komplexe Proben wie Abwasser, Boden oder Luft aufgrund von Matrix-Interferenzen und extrem kleinen Partikelgrößen – etwa bei lungengängigem Reifenabrieb – hohe Anforderungen an die Gerätetechnik.

Methodisch setzen sich komplementäre Verfahren wie die FTIR- und Raman-Mikroskopie durch, die Partikelzahl, Form und chemische Zusammensetzung gleichzeitig erfassen. Als „Goldstandard“ der massenbasierten Verfahren gilt die Pyrolyse-GC-MS, wobei hier Detektionslimits bei geringen Partikelmassen sowie stoffliche Interferenzen kritische Faktoren bleiben. Die analytica conference weitet den Blick zudem auf die industrielle Produktqualität aus, um Mikroplastik bereits in Verpackungen und Nahrungsmitteln zu kontrollieren. Die Messe bietet hierbei die entscheidende Plattform für den direkten Austausch zwischen Forschung und Industrie, um neue Applikationen und Gerätelösungen für den Laboralltag zu entwickeln.

Das ganze Interwiew finden Sie hier

analytica (01/2026)

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