Nach intensiven Verhandlungen zwischen der internationalen Akkreditierungsorganisation GLOBAC und den 41 Mitgliedern der European co-operation for Accreditation (EA) – darunter auch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) – konnte eine drohende Zersplitterung des globalen Akkreditierungssystems erfolgreich abgewendet werden. Begleitet wurde dieser komplexe Prozess von Rechtsexperten aus verschiedenen Mitgliedstaaten. Diese stellten durch Gutachten und Stellungnahmen sicher, dass die neuen Regelungen sowohl den Anforderungen des Welthandels als auch einem funktionierenden internationalen System gerecht werden.
Ein entscheidender Durchbruch gelang Ende November 2025, als sich die beteiligten Juristen über die wesentlichen Regelungspunkte einigten. Die ausgehandelten Änderungen an der Satzung sowie weiteren Grundlagendokumenten von GLOBAC werden nun den dortigen Gremien zur finalen Genehmigung vorgelegt. Auf Basis dieser Einigung und nach ausdrücklicher Empfehlung des Deutschen Akkreditierungsbeirats hat die DAkkS am 27. Dezember 2025 ihre Beitrittsabsicht in Form eines Letter of Intent (LOI) erklärt.
Übergangsregelungen
Bereits mit der Abgabe dieser Absichtserklärung treten wichtige Übergangsregelungen in Kraft, die unter anderem die Nutzung der Logos von ILAC und IAF betreffen. Hierzu wird die DAkkS zu einem späteren Zeitpunkt detaillierte Informationen veröffentlichen.
Die DAkkS begrüßt diesen Meilenstein ausdrücklich, da er die Basis für ein einheitliches, verlässliches und weltweit anerkanntes Akkreditierungssystem festigt. Die Einigung leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum freien und fairen Welthandel im Rahmen der WTO. Zudem stärkt sie das Vertrauen von Wirtschaft, Behörden und Verbrauchern in nationale Akkreditierungssysteme. Diese bilden die unverzichtbare Grundlage für internationale Handelsabkommen .