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Montag, 29. Mai 2017
 
 
Venkatraman Ramakrishnan

 

Venkatraman „Venki“ Ramakrishnan (* 1952 in Chidambaram, Tamil Nadu) ist ein indisch-amerikanischer Ribosomenforscher und Strukturbiologe.

Leben und Wirken

Ramakrishnan erhielt 1971 seinen Bachelor of Science in Physik an der Universität in Baroda in Indien. 1976 wurde er an der Ohio University in Physik zum Ph. D. promoviert. Anschließend studierte er bis 1978 Biologie an der University of California, San Diego. Als Post-Doktorand arbeitete er von 1978 bis 1982 am Chemiedepartment der Yale University. 1982 und 1983 forschte er am Oak Ridge National Laboratory und 1983 bis 1995 in der Biologieabteilung des Brookhaven National Laboratory. 1995 bis 1999 war er Professor am Biochemiedepartment der University of Utah. Seit 1999 forscht er am Labor für Molekulare Biologie des Medical Research Council in Cambridge, England, das er bereits von einem Aufenthalt als Gastwissenschaftler 1991 und 1992 kannte.
Seine Forschung hat unter anderem zum mechanistischen Verständnis der Synthese von Proteinen durch das Ribosom (der sog. Translation) im Rahmen der Genexpression beigetragen.[0] Im Jahre 2000 bestimmte er mit seiner Arbeitsgruppe die Röntgenkristallstruktur der 30S Untereinheit des Ribosoms, sowie von Komplexen dieser Untereinheit mit verschiedenen Antibiotika.[1][2] Darauffolgende Arbeiten waren mit dem Mechanismus befasst, welcher der Genauigkeit der Proteinbiosynthese zugrunde liegt. Im Jahre 2006 klärte er mit seiner Arbeitsgruppe die atomare Struktur des gesamten Ribosoms im Komplex mit tRNA- und mRNA-Liganden auf. Neben seiner Forschung am Ribosom ist Ramakrishnan auch für seine frühere Forschung zur Histon- und Chromatinstruktur bekannt. Er ist seit 2003 Mitglied der britischen Royal Society, seit 2002 der europäischen EMBO sowie seit 2004 der US-amerikanischen National Academy of Sciences. Ihm wurde zusammen mit Thomas A. Steitz und Ada Yonath der Nobelpreis für Chemie 2009 „für die Studien zur Struktur und Funktion des Ribosoms“ zugesprochen.[3]

Auszeichnungen

  • 2007 Datta-Medaille und Vortrag, Jahresversammlung der FEBS, Wien

Werke


Einzelnachweise

  • [0] V. Ramakrishnan (2008): What we have learned from ribosome structures. In: Biochem. Soc. Trans. Band 36, Teil 4, S. 567–574. PMID 18631119 {{DOI|10.1042/BST0360567}}
  • [1] B.T. Wimberly, D.E. Brodersen, W.M. Clemons Jr, R.J. Morgan-Warren, A.P. Carter, C. Vonrhein, T. Hartsch, V. Ramakrishnan (2000): Structure of the 30S ribosomal subunit. In: Nature. Bd. 407, Nr. 6802, S. 327–339. PMID 11014182 {{DOI|10.1038/35030006}}
  • [2] A. P. Carter, W. M. Clemons Jr., D. E. Brodersen, B. T. Wimberly, R. J. Morgan-Warren, V. Ramakrishnan (2000): Functional insights from the structure of the 30S ribosomal subunit and its interactions with antibiotics. In: Nature. Bd. 407, Nr. 6802, S. 340–348. PMID 11014183 {{DOI|10.1038/35030019}}
  • [3] {{Nobel-ch|2009|Venkatraman Ramakrishnan, Thomas A. Steitz und Ada E. Yonath}}

Weblinks

  • {{Nobel-ch|2009|Venkatraman Ramakrishnan}}


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Venkatraman Ramakrishnan aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Die hier dargstellte Version des Artikels wurde am 09.10.2009 02:01:37 auf Wikipedia veröffentlicht.

 
 
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