| Krebsgene identifiziert |
|
Forschergruppe der Mainzer Akademie und der Chirurgischen Klinik Erlangen klärt Krebsentstehung durch ein menschliches Virus. Bei dem Krebsgen handelt es sich um den Interferon-regulatorischen Faktor 3, berichtet ein Team um Prof. Dr. Michael Stürzl von der Abteilung für Molekulare und Experimentelle Chirurgie und PD Dr. Frank Neipel von der Arbeitsstelle "Neue persistierende Viren" der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, am Virologischen Institut des Universitätsklinikums Erlangen in den renommierten Fachzeitschriften "Blood" beziehungsweise "Journal of Virology". Wird das neu entdeckte Krebsgen ausgeschaltet, können die Lymphdrüsenkrebszellen nicht mehr wachsen, sondern sterben ab, schreiben die Forscher. "Auch wenn wir die Mechanismen dahinter noch nicht komplett verstehen, ist diese Entdeckung wichtig", sagt Frank Neipel. "Schließlich ist jedes Gen ein potenzieller Angriffspunkt für eine Therapie." Das Kaposi-Sarkom ist weltweit einer der häufigsten Tumoren. In Europa tritt er vor allem im Zusammenhang mit der Immunschwächekrankheit Aids auf. Neipel: "In einem nächsten Schritt wollen wir nun genauer wissen, wie das Krebsgen und die Entstehung von Tumoren genau zusammenhängen." Scheinbar gibt es dabei eine Querverbindung zwischen Immunabwehr und der Entstehung von Krebs: Normalerweise wehrt sich eine Zelle, wenn ein Virus in sie eindringt. Das humane Herpes-Virus Typ 8 jedoch versucht, das Immunsystem "auszutricksen". Es produziert Proteine, die denen der Körperzelle sehr ähnlich sind, aber eine gegenteilige Wirkung haben. Die antivirale Abwehr wird lahm gelegt, so dass schließlich der Tumor wachsen kann. Den ganzen Artikel finden Sie unter: Weitere interessante Links finden Sie auf analytik.de.
|







