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Wissenschaftler der Universitätskliniken Hamburg-Eppendorf (UKE) und Heidelberg haben im Mausmodell nachgewiesen, dass mit einer neuartigen Substanz eine Infektion mit dieser gefährlichen Virus-Erkrankung verhindert werden kann. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt vorab in der Online-Ausgabe der renommierten internationalen Fachzeitschrift "Nature Biotechnology" veröffentlicht. Weitere Studien, die mit insgesamt 1,8 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt werden, sollen nun zusätzliche Informationen über den neuen Wirkstoff liefern. Insbesondere soll untersucht werden, ob dieser auch zu einer besseren Therapie bereits infizierter Patienten beitragen könnte. Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Stephan Urban, Abteilung Molekulare Virologie des Universitäts¬klinikums Heidelberg, hatte in der Virushülle einen bestimmten Eiweißbestandteil entdeckt, der für das Eindringen in die Leberzelle notwendig ist. Die Wissenschaftler bauten diesen im Labor nach und konnten in Zellkulturversuchen zeigen, dass er an die Leberzellen bindet und so die Aufnahme des Virus verhindert. Die Laborergebnisse wurden dann in einem Mausmodell überprüft, für dessen Entwicklung und Anwendung Priv.-Doz. Dr. Jörg Petersen, I. Medizinische Klinik des UKE, bereits mehrfach ausgezeichnet worden war, unter anderem mit dem Werner-Otto- und dem Dr.-Martini-Preis. In diesem Mausmodell, das in Deutschland nur am UKE gehalten wird, konnte die Wirksamkeit der neuen Substanz eindrücklich bestätigt werden: Nicht eines der behandelten Tiere infizierte sich. "Und es gibt starke Anzeichen dafür, dass diese neue Medikamentenklasse in der Kombination mit anderen Medikamenten auch zu erheblich besseren Ansprechraten bei bereits infizierten Menschen beitragen könnte. Diesen Effekt, dass erst mehrere Substanzklassen mit unterschiedlichen Angriffs¬punkten gegen ein Virus, gleichzeitig gegeben, Erfolg haben können, haben wir in den letzten Jahren sehr deutlich bei Patienten mit HIV-Infektion gesehen. Das lässt uns auch für den Kampf gegen Hepatitis B hoffen", so Petersen. Im Rahmen des Kompetenznetzes Hepatitis hatten beide Forschergruppen zur Durchführung ihres Projekts eine "Start-up"-Förderung durch das BMBF erhalten. Die Arbeiten sind, so die Forscher, ein ausgezeichnetes Beispiel für gelungene translationale Forschung, Forschung von der reinen Grund¬lagenwissenschaft im Reagenzglas bis hin zur Entwicklung eines möglicherweise hochwirksamen Arzneimittels. Den ganzen Artikel finden Sie unter: http://idw-online.de/pages/de/news248931 Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (02/2008) Weitere interessante Links finden Sie auf analytik.de.
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