| Dichte von Reinstwasser messen |
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Für die Ozeanographie - und dort für die Beschreibung von Meeresströmungen - sind genaue Messungen der Dichte von Meerwasser von großer Bedeutung. Dafür sind Messgeräte nötig, die eine Unsicherheit von etwa 0,001 kg/m3 (relativ 1 · 10-6) erreichen. Um diese Messgeräte kalibrieren zu können, ist Reinstwasser als Referenzflüssigkeit erforderlich. Dessen Dichte kann mit dem in der PTB weiterentwickelten Verfahren der magnetischen Flotation über einen großen Temperaturbereich mit der erforderlichen Genauigkeit gemessen werden. Um diese Unsicherheitsquellen auszuschalten, wurde eine Apparatur entwickelt, in der der Draht durch eine magnetische Kopplung ersetzt wurde. In dieser magnetischen Flotation befindet sich an der Halterung für den Senkkörper ein kleiner Magnet, mit dessen Hilfe durch ein mit einem Elektromagneten erzeugtes regelbares Magnetfeld der Senkkörper auf einer festen Position gehalten wird. Die hierzu erforderliche Stromstärke ist ein Maß für den Auftrieb, den der Senkkörper erfährt. Das Flüssigkeitsgefäß kann nahezu geschlossen werden, die Flüssigkeit ist lediglich über eine dünne Leitung, über die der Druck eingestellt werden kann, mit der Außenwelt verbunden. Auf diese Weise kann auch mit vollständig entgastem Wasser gemessen werden. Die Vermeidung der genannten Unsicherheitsquellen ermöglicht es, Messungen mit einer Wiederholstandardabweichung von etwa 2 · 10-7 durchzuführen. Die Gesamtunsicherheit der Wasserdichtemessung erreicht deshalb einen Wert unterhalb 1 · 10-6. Die mit dieser neuen Apparatur durchgeführten Messungen konnten Werte ausländischer Kollegen weitgehend bestätigen. Es gibt jedoch noch Diskrepanzen im Temperaturbereich um 4 °C, der gerade für die Ozeanographie von großer Bedeutung ist. Deshalb bleibt hier noch weiterer Forschungsbedarf. Den ganzen Artikel finden Sie: Weitere interessante Links finden Sie in der Rubrik GMP auf analytik.de.
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