| Schneller zu neuen Medikamenten: Proteinnetzwerke helfen bei Wirkstoffsuche |
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Netzwerke sind im Trend - vom Internet bis zu Geschäftsbeziehungen geht nichts mehr ohne sie. Sogar in kleinsten Dimensionen spielen sie eine Rolle: Proteine erfüllen ihre Aufgaben in den Zellen nur dann richtig, wenn sie reibungslos zusammenwirken. Wissenschaftler des Forschungszentrums caesar rund um Dr. Hanjo Hennemann analysieren diese Netzwerke und finden so schnell und sicher krankheitsrelevante Proteine. Vom 6. bis 8. November stellen sie auf der Konferenz Bio-Europe in Düsseldorf ihre Methoden vor. Außerdem präsentieren sie einen neuen Ansatz, um passende Wirkstoffe zu entwickeln. Im kommenden Jahr wollen sie ihr Know-how in der Ausgründung "Nexigen" vermarkten. Bereits jetzt nutzen erste Kunden das System, so zum Beispiel die Schering AG. Mit ihrer Screeningmethode weisen die Wissenschaftler nach, ob und wie ein so genanntes Zielprotein in Zusammenhang mit einer Krankheit steht. Dafür untersuchen sie seine Wechselwirkungen mit weiteren Proteinen. In menschlichen Zellen arbeiten mehr als Hunderttausend unterschiedliche Eiweiße in komplexen Netzwerken zusammen, um vielfältige Aufgaben zu erfüllen. Kommt an einer Stelle ein "falsches" Protein ins Spiel oder wird es in zu geringer Menge produziert, können Krankheiten entstehen. Die caesar-Wissenschaftler stellen fest, welche Funktion das Zielprotein hat und wie es in das Netzwerk eingreift. Ihre Arbeit erinnert an einen Profiler, der versucht, einen Täter durch die logische Verknüpfung vieler Einzeldaten zu enttarnen. Die ganzen Artikel finden Sie unter: Weitere interessante Links finden Sie auf analytik.de.
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