| Verleihung der Adolf-Martens-Preise 2006 |
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Den Preis im Bereich "Analytische Chemie" erhielt Herr Dr. Herbert Oberacher, Medizinische Universität Innsbruck, für seine Arbeit "Effiziente Detektion von DNA-Sequenzvariationen mittels Elektrospray-Ionisations-Flugzeit-Massenspektrometrie". Die Entwicklung neuer analytisch-chemischer Methoden für Anwendungen im Bereich der Bioanalytik, die auf der Kopplung der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie mit der Massenspektroskopie basieren" dient vor allem zur Charakterisierung von Nukleinsäure und der Auffindung von Sequenzvariationen in genomischer DNA. Den bisher benutzten Verfahren gegenüber bietet diese Anwendung deutliche Vorteile, wie u. a. bessere Nachweisgrenzen, genauere Massenbestimmung und sehr gute Reproduzierbarkeit. Der Preis im Bereich "Werkstoffwissenschaften, Materialforschung und -prüfung" ging an Herrn PD Dr.-Ing. Thomas Antretter, Montanuniversität Leoben, für seine Arbeit "Mikromechanische Aspekte der martensitischen Phasenumwandlung - Modellierung und experimentelle Verifikation". In seiner Arbeit hat Herr Antretter eine umfassende Darstellung der martensitischen Umwandlung im Rahmen der Werkstoffmechanik vorgelegt. Ausgehend von den thermodynamischen, kinetischen und kristallographischen Prinzipien dieser Phasenumwandlung hat er exemplarisch die kontinuumsmechanische Modellierung der Vorgänge in der Matrix formuliert. Diesen Ansatz hat Herr Antretter für die Beschreibung der so genannten umwandlungsinduzierten Plastizität in niedrig und hoch legierten Stählen verwendet. Dieser Effekt - besser bekannt nach dem englischen Akronym TRIP für TRansformation Induced Plasticity - wurde in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts beschrieben und wird heutzutage mit großem Erfolg insbesondere in der Automobil-Industrie eingesetzt. Mit seiner Arbeit lieferte Herr Antretter wichtige Werkzeuge zur Vorhersage des Umformverhaltens der TRIP-Stähle. Den ganzen Artikel finden Sie unter: Weitere interessante Links finden Sie auf analytik.de.
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