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Kalk und Gift - Zwei Stoffe aus einer Quelle?

Forscher untersuchen einzellige Algen mit modernen DNA-Methoden

Dinoflagellaten sind mikroskopisch kleine, einzellige Algen, viel älter als Dinosaurier. Die Mini-Einzeller sind nicht nur paläontologisch, sondern auch heute von großer Bedeutung. Anhand ihrer fossilen Reste können Geowissenschaftler das Alter vergangener Erdzeiten abschätzen und Rückschlüsse auf die Umwelteigenschaften früherer Epochen ziehen. Dinoflagellaten sind weder Pflanzen noch Tiere - und geben nicht nur deshalb Wissenschaftlern viele Rätsel auf. Einige ernähren sich von anderen Einzellern oder führen gar ein Dasein als Parasit, während die Mehrzahl "normalen" grünen Algen ähnelt. Genauso unterschiedlich können sie auch hinsichtlich ihrer Ökologie sein: Manche Dinoflagellaten produzieren Toxine, die zu den giftigsten natürlichen Substanzen überhaupt zählen, andere sind völlig ungefährlich. Paläontologen der Freien Universität (FU) Berlin haben jetzt in Kooperation mit Geowissenschaftlern der Universität Bremen herausgefunden, dass die ansonsten harmlosen Kalk-Dinoflagellaten, also Algen mit kalkigen Außenskeletten, eng mit der als "Killeralge" bekannten Pfiesteria verwandt sind - obwohl diese selber keine kalkigen Strukturen ausbildet. Kann es sein, dass in diesem Fall Kalk und Gift aus ein und derselben Quelle stammen?

Den ganzen Artikel finden Sie unter:

http://idw-online.de/pages/de/news121955

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (08/2005)

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