| Algenbewuchs an Bäumen zeigt Feinstaubpräsenz an |
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Ein grüner Bewuchs am Stamm eines Baumes - der Biofilm - kann Auskunft geben, aus welcher Himmelsrichtung am häufigsten der Regen kommt. Botaniker der Universität Leipzig nehmen die winzigen Pflanzen jedoch aus einem anderen Grunde unter die Lupe und das Mikroskop: Sie haben entdeckt, dass das Grün besonders dort stark gedeiht, wo die Luft feinstaubgeschwängert ist, weil die Algen durch die Mineralien des Feinstaubs gedüngt werden. Ein neues Messverfahren bietet sich an. Man ging der Frage nach, welche Aussagen zur Entwicklung der Algen aus dem Biofilm eines Baumes zu gewinnen sind. Es ist bereits sicher, dass anhand der Algenpräsenz mehr oder weniger belastete Standorte voneinander unterschieden werden können. Der Vergleich mit herkömmlichen Feinstaubmessungen des Umweltamtes belegt die Richtigkeit dieses Ansatzes: Genau dort, wo die Messgeräte die höchsten Mengen messen, findet man die größte Zahl von Algenarten. Das Bio-Messverfahren macht dennoch die bisherigen physikalischen und chemischen Methoden nicht überflüssig, denn nur die Untersuchungen mit speziellen Messgeräten können bislang Aussagen zur elementaren Zusammensetzung, zur Quelle und zur Häufigkeit der einzelnen Feinstaub-Partikel treffen. Verglichen mit dem hohen Aufwand der physikalischen und chemischen Methoden hat das Bio-Messverfahren allerdings Vorteile: Während die Messung mittels Gerät nur einen bestimmten, unter Umständen von Wetterlage oder Verkehrsgeschehen stark verzerrten Augenblick festhält, kann der Algenbewuchs von der Feinstaubentwicklung mehrerer Monate oder gar Jahre "erzählen". Kurzzeitige Extremwerte werden nicht hervorgehoben und eventuell überbewertet. Außerdem ist die Untersuchung des Algenbewuchses eine vergleichsweise schnelle und kostengünstige Methode, mit der ohne lange Vorbereitung an nahezu jedem Ort gemessen werden kann. Die Zukunft wird also vermutlich in der Kombination beider Verfahren liegen. So kann Algenbewuchs darauf hinweisen, wie Messgeräte positioniert werden sollten, um möglichst aussagestarke Werte zu erhalten. Den ganzen Artikel finden Sie unter: Weitere interessante Links zum Thema Analytik finden Sie auf analytik.de.
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