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Freitag, 10. Februar 2012
 
 
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Neues Biosensorsystem auf der Analytica präsentiert

Aufgabe eines Biosensors ist es, bestimmte Stoffe in biologischen Proben schnell und einfach nachzuweisen, etwa Hormone in Blut oder Giftstoffe in Lebensmitteln. Wichtige Anwendungsfelder für Biosensoren sind u.a. die biochemische Forschung, Prozessüberwachung sowie Umwelt- und Lebensmittelanalytik. Dabei werden elektronische Bauteile mit biologischen Rezeptoren kombiniert. Binden Moleküle aus einer Probenlösung an diese Rezeptoren, kann dies physikalisch gemessen werden. Auf der Analytica (Halle A5, Stand 394) präsentiert eine im Aufbau befindliche Firmenausgründung des Bonner Forschungszentrums caesar – S-sens® analytics – ein neu entwickeltes Biosensorsystem, das eine Reihe von Vorteilen gegenüber bisherigen Systemen aufweist.

Das neue Biosensorsystem ist vielseitig einsetzbar. Im Labor lassen sich in Verbindung mit einem externen Autosampler vollautomatische Analysen durchführen. Das System ist modular gestaltet. Das Chiplesemodul, das auch separat für den mobilen Einsatz verwendet werden kann, ist hier in ein kompaktes Fluidikmodul eingefügt; der Chip wird in das Lesemodul eingelegt. Verschiedene Ausstattungen und unterschiedliche Sensortypen in Kombination mit einem einfach zu wechselnden Fluidikmodul werden den diversen Anforderungen der Anwender gerecht. Dies ist insbesondere für Umweltanalysen wichtig, da sie häufig direkt vor Ort durchgeführt werden müssen. Verwendet man das Sensorsystem gemeinsam mit einem externen Autosampler, sind vollautomatische Analysen möglich.

Der im System verwendete Sensor arbeitet nach dem Prinzip einer Mikrowaage. Gemessen wird die Massenzunahme, die durch die Bindung spezifischer Moleküle auf der Sensoroberfläche erfolgt. Der Sensor ist in der Lage, sehr geringe Mengen des jeweils gesuchten Stoffes nachzuweisen: Sogar Massenänderungen von nur 800 Femtogramm pro Quadratmillimeter kann er noch erfassen (1 Femtogramm = 0,000000000000001 Gramm). Dies entspricht etwa dem Gewicht eines einzelnen E.coli-Bakteriums.

Auf Basis der erforschten Technologie lassen sich auch kundenspezifische maßgeschneidert neue Produkte entwickeln.

http://www.caesar.de/1866.0.html

Quelle: Forschungszentrum caesar (04/2004)

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