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Goethes Tinten analysiert

Neudatierung widerlegt bisherige Ansichten von Goethes Farbenlehre

Goethes Farbenlehre ist der wichtigste Gegenentwurf zu Newtons optischer Theorie. In der Forschung umstritten ist der Zeitpunkt, zu dem Goethes langjähriger Kampf gegen Newton begann. In einer deutsch-schweizerischen Kooperation (Prof. Dr. Robert Fuchs, FH Köln, und Reinhold Sölch, Bern) konnte die bisherige Forschung widerlegt werden. Diese war bislang davon ausgegangen, dass Goethes wesentlichen Erkenntnisse seiner Farbenlehre bereits auf das Jahr 1790 zu datieren sind. Tatsächlich begannen sie erst nach 1791 - das beweisen neueste Analysen mit der Infrarottechnik von Prof. Dr. Robert Fuchs, vom Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft der Fachhochschule Köln. Newton hatte die Hypothese aufgestellt, dass in Weiß alle Farben enthalten sind, während Schwarz die Abwesenheit jeglicher Farbe bedeutet. Dies widersprach Goethes Auffassung vom Wesen der Natur, der zufolge jedes Ding und jede Erscheinung eine Entstehungsquelle hat. Folglich sollte jede Farbe, auch Weiß und Schwarz eine eigene Materie und einen eigenen Ursprung haben.

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Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (03/2004)

 
 
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