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Dienstag, 17. Oktober 2017
 
 
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Six Sigma
Six Sigma ist ein statistisches Qualitätsziel. Der Begriff "Six Sigma" wurde von Motorola in den frühen 80ern geprägt. Die Idee, die dahinter steckt ist: Wie groß darf die Schwankung der normalen Prozesslage sein und wie präzise muss der Prozess sein, damit der Überschreitungsanteil bei gegebenen Toleranzen einen gewünschten Wert nicht überschreitet.Setzt man die Gültigkeit der Gaußschen Normalverteilung für einen Prozess voraus, so kann er durch Mittelwert µ und Standardabweichung sigma eindeutig beschrieben werden. So kann abgeschätzt werden, wie groß der Überschreitungsanteil (Fehleranteil) sein wird, wenn die vorgegebene Toleranz bestimmte Streubreiten des Prozesses (in sigma-Einheiten) annimmt:± 1 sigma -> 84,1% gut -> 15,9% Fehler± 2 sigma -> 97,7% gut -> 2,3% Fehler± 3 sigma -> 99,87% gut -> 0,13% Fehler± 4 sigma -> 99,9968% gut -> 0,0032 % Fehler± 4,5 sigma -> 99,99966% gut -> 0,00034% Fehler (= Zielgröße)Diese letzte Größe bedeutet z.B., dass bei 1 Million Produkte nur 3,4 fehlerhaft sind. Das setzt aber voraus, dass es keine Verschiebung der Prozesslage gibt, was in der Praxis unmöglich ist. Deshalb fordert man noch eine zulässige Verschiebung der Prozesslage um ± 1,5 sigma. Das wiederum bedeutet, dass der vorher abgeschätzte sigma-Bereich um diesen Wert erweitert werden muss. Somit ergeben sich als Forderung aus (4,5 + 1,5) = ± 6 sigma (six sigma), um die gewünschten maximal 3,4 DPMO („Defects Per Million Opportunities“, d. h. Fehler pro Million Fehlermöglichkeiten) zu erreichen. D.h., dass die Toleranz 12 sigma betragen muss oder, da die Toleranz vorgegeben wird, dass die Präzision des Prozesses so groß sein muss, dass sigma 12 mal in die Toleranz passt.Diese Forderungen ist als Qualitätszielgröße zu verstehen (praktisch "0-Fehler-Toleranz") und kann nur durch eine Gesamt-Betrachtung des Geschäftsprozesses vom Kunden bis zum Kunden erreicht werden. Transparente Prozesse mit klaren Zielen für alle Mitarbeiter in Verbindung mit Teamarbeit sind die Basis zur Erreichung dieses Ziels. Nach Rath & Strong gliedert sich die Vorgehensweise in 5 Phasen (DMAIC): 1. Define (Definieren) 2. Measure (Messen) 3. Analyze (Analysieren) 4. Improve (Verbessern) 5. Control (Überwachen).
 
 
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