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Montag, 21. August 2017
 
 
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ImageAkkreditierung ist (gemäß ISO/IEC 17011:2004) die Bestätigung durch eine dritte Stelle, die formal darlegt, dass eine Konformitätsbewertungsstelle die Kompetenz besitzt, bestimmte Konformitätsbewertungsaufgaben durchzuführen, z.B. eines Prüf- oder Kalibrierlabors, bestimmte Arten von Prüfungen von Prüfungen oder Kalibrierungen durchzuführen. Nach Auffassung von EA ist Akkreditierung eine Dienstleistung im öffentlichen Interesse. Sie soll daher unter staatlicher Aufsicht erfolgen, darf kein gewinnorientiertes Geschäft sein und es darf keinen Wettbewerb zwischen Akkreditierungsstellen geben. Daher sollte jedes Land nur eine Akkreditierungsstelle besitzen.
 
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Der Begriff Akkreditierung (lat. accredere, Glauben schenken) wird in verschiedenen Bereichen benutzt, um den Umstand zu beschreiben, dass eine allgemein anerkannte Instanz einer anderen das Erfüllen einer besonderen (nützlichen) Eigenschaft bescheinigt. Unter Akkreditierung kann jedoch auch lediglich das Verfahren verstanden werden, das sich eingehend mit einer bestimmten Materie beschäftigt. Hierbei ist die Akkreditierung bereits die Aufnahme der Eigenschaftsuntersuchung und eben nicht die Bescheinigung des Endergebnisses.

Definition

Akkreditierung ist gemäß ISO/IEC 17011:2004 die Bestätigung durch eine dritte Stelle, die formal darlegt, dass eine Konformitätsbewertungsstelle die Kompetenz besitzt, bestimmte Konformitätsbewertungsaufgaben durchzuführen.

Rechtliches


In Deutschland unterscheidet man zwischen dem gesetzlich geregelten und dem gesetzlich nicht geregelten Bereich. Im gesetzlich geregelten Bereich spricht man dann von Benannten Stellen.
Konformitätsbewertungsstellen sind Organisationen, die folgende Dienstleistungen zur Konformitätsbewertung bereitstellen: Prüfung, Inspektion, Zertifizierung von Managementsystemen, Personen (im Sinne von Qualifikationsnachweis) und Produkten.
  1. Eine Zertifizierungsstelle ist akkreditiert, wenn sie die in der z. B. Normenreihe EN 45011–45013 aufgeführten Voraussetzungen zur Durchführung von Bewertungen von Managementsystemen (zum Beispiel Qualitätsmanagement oder Umweltmanagement), Produkten oder Personen nachweislich gegenüber einer Akkreditierungsstelle erfüllt.
  2. Ein Prüf- bzw. Kalibrierlaboratorium ist akkreditiert, wenn es die z. B. Anforderungen des ISO/IEC-17025-Standards erfüllt, der den Qualitätsstandard DIN EN ISO 9001:2000 einschließt und darüber hinausgehende Anforderungen enthält. Hierzu wird das Labor durch eine Expertengruppe einer unabhängigen Akkreditierungsstelle gemäß der Norm ISO/IEC 17011 begutachtet und durch meist jährliche Begehungen überwacht.
  3. Eine Konformitätsbewertungsstelle ist akkreditiert, wenn sie den Anforderungen z.B. der Norm ISO/IEC 17021 (vormals ISO/IEC 45012) entspricht.
  4. Eine Inspektionsstelle ist akkreditiert, wenn sie die Anforderungen der Norm z. B. ISO/IEC 17020 nachweislich erfüllt.

Im März 1992 wurde der DAR (Deutscher Akkreditierungsrat) gegründet als eine von der deutschen Wirtschaft, dem Bund und den Ländern getragene Arbeitsgemeinschaft, die eigentlich die Aufgabe gehabt hätte, ein transparentes, einheitliches und international anerkanntes Akkreditierungssystem in Deutschland sowohl für den gesetzlich geregelten als auch den nicht geregelten Bereich aufzubauen.
Nicht alle Akkreditierungsstellen in Deutschland arbeiten unter dem Dach des DAR, es gibt auch davon unabhängige, kartellfreie Akkreditierer.
Aufgrund einer Kartellbeschwerde spaltete sich der gesetzlich geregelte Bereich aus dem DAR ab und benannte sich Kogb (Koordinierungsgruppe gesetzlich geregelter Bereich, siehe www.dar.bam.de), so dass im DAR jetzt überwiegend Mitglieder des gesetzlich nicht geregelten Bereichs vertreten sind.
Übrigens ist die Betätigung als Akkreditierer im gesetzlich nicht geregelten Bereich jedermann freigestellt:
  1. LG Bonn, 15. Juli 1997, 11 O 184/96: Im ungeregelten Bereich hat jeder das Recht, eine Akkreditierungsstelle zu gründen und zu akkreditieren. Dies bedeutet zugleich, daß die TGA in Deutschland nicht die allein verantwortliche Stelle für Akkreditierung von Zertifizierungsstellen ist. TGA/DAR haben keine Monopolstellung. Ein solches Monopol ohne gesetzliche Grundlage würde zudem einen unzulässigen Eingriff in die Grundrechte (Art. 12+14 GG) bedeuten. Es gibt kein festgeschriebenes System der Akkreditierung und Zertifizierung, an das sich jeder zu halten hätte.
  2. OLG Köln 6 U 107/97: Die Tätigkeit der Trägergemeinschaft für Akkreditierungen beruht nicht auf dem Auftrag einer hoheitlichen Stelle, der DAR ist keine hoheitliche Stelle.
  3. BGH Urteil, 14. Mai 1998, VII ZR 184/97: Die DIN-Normen sind keine Rechtsnormen, sondern private technische Regelungen mit Empfehlungscharakter. DIN hat keine Rechtsnormqualität.
  4. Das Bundesverwaltungsgericht hat zu den Normenausschüssen festgestellt, in denen die Normen "gemacht" werden ("Meersburg-Urteil", Bundesverwaltungsgericht Az 4 C 33 - 35183, 22. Mai 1987. Fundstelle: Neue Juristische Wochenschrift 1987, H. 45, S. 2888): Daneben gehören ihnen aber auch Vertreter bestimmter Branchen und Unternehmen an, die deren Interessenstandpunkte einbringen. Andererseits darf aber nicht verkannt werden, daß es sich dabei zumindest auch um Vereinbarungen interessierter Kreise handelt, die eine bestimmte Einflussnahme auf das Marktgeschehen bezwecken. Den Anforderungen, die etwa an die Neutralität und Unvoreingenommenheit gerichtlicher Sachverständiger zu stellen sind, genügen sie deswegen nicht.

Weblinks




Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Akkreditierung (Wirtschaft) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Die hier dargstellte Version des Artikels wurde am 30.11.2008 21:18:00 auf Wikipedia veröffentlicht.

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