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Sonntag, 26. März 2017
 
 
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Proteomik Molekulare Muster komplexer Erkrankungen nachgewiesen
ImageDas Helmholtz Zentrum München hat Ergebnisse der bislang größten genomweiten Assoziationsstudie zur Proteomik veröffentlicht. Ein internationales Team von Wissenschaftlern zeigt in ‚Nature Communications‘ 539 Zusammenhänge zwischen Proteinspiegeln und genetischen Varianten. Diese Assoziationen überlappen mit Risikogenen für 42 komplexe Erkrankungen.

Genomweite Assoziationsstudien (GWAS) bieten die Möglichkeit, Konzentrationsänderungen bestimmter Proteine oder Stoffwechselprodukte mit Genorten in Zusammenhang zu bringen. Durch das Wissen über diese Gene können Verbindungen zu komplexen Erkrankungen hergestellt werden. Dabei nutzen Wissenschaftler aus, dass bislang hunderte Assoziationen genetischer Varianten mit komplexen Erkrankungen aufgezeigt worden sind. Diese Zusammenhänge sind immens wichtig, da sie helfen, die zugrunde liegenden molekularen Mechanismen aufzudecken.

„Bei der bisher weltweit größten Proteomik-GWAS haben wir zusammen mit Kollegen Blutproben von 1.000 Teilnehmern der KORA-Studie** untersucht“, berichtet Dr. Gabi Kastenmüller. Sie ist kommissarische Direktorin und Leiterin der Metabolomics-Gruppe am Institut für Bioinformatik und Systembiologie (IBIS) des Helmholtz Zentrums München. Das Team bestimmte insgesamt 1.100 Proteine. Dr. Christian Gieger, Leiter der Abteilung Molekulare Epidemiologie (AME) am Helmholtz Zentrum München, ergänzt: „Wir fanden 539 unabhängige Assoziationen zwischen Proteinspiegeln und genetischen Varianten. Diese überlappen sich mit Risikogenvarianten für 42 komplexe Krankheiten, wie beispielsweise kardiovaskuläre Erkrankungen oder auch die Alzheimer-Erkrankung.

„Unsere Ergebnisse geben neue Einblicke in die Pathomechanismen, die von verschiedensten komplexen Erkrankungen beeinflusst werden und können als Grundlage für die Entwicklung neuer Strategien zur Prädiktion und Prävention dieser Erkrankungen dienen“, ergänzt Gieger. Jetzt plant das Team, die genauen Mechanismen neuer Gen-Protein-Zusammenhänge zu untersuchen.


Den Artikel finden Sie unter:

http://www.helmholtz-muenchen.de/aktuelles/uebersicht/pressemitteilungnews/article/37873/index.html

Quelle: Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (02/2017)


Publikation:
Karsten Suhre et al. (2017): Connecting genetic risk to disease endpoints through the human blood plasma proteome, Nature Communications, DOI: 10.1038/ncomms14357

 
 
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