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Eine Menge Mäuse im Labor - Nachlese zum Forum Laborbau 2012
ImageMit 120 Teilnehmern und 11 Referenten startete das Forum Labor am 25. September 2012 in Köln in ein spannendes Programm. Am Beispiel von zwei Neubauten – Max-Planck-Institut für die Biologie des Alterns (MPI) und des benachbarten Forschungsgebäudes für den Exzellenzcluster CECAD der Universität zu Köln – wurden neueste Labor- und Technikkonzeptionen demonstriert und besprochen. Klar wurde, dass beide Institute zwar eine ähnliche Forschungsrichtung haben und eine umfangreiche Versuchstierhaltung brauchen, dass jedoch die Betreiber aufgrund der unterschiedlichen Detailanforderungen der späteren Nutzer, der unterschiedlichen Grundstücke und auch wegen des „Inselcharakters“ der Max-Planck-Gesellschaft auf dem Campus der Universität sehr unterschiedliche Aufgaben an Architektur und Technik gestellt hatten.

Die Umsetzung dieser Anforderungen konnte an zwei Nachmittagen in den Neubauten besichtigt werden. Beide Laborgebäude sind beeindruckend. Obwohl noch nicht fertig gestellt - der jeweilige architektonische Anspruch wurde deutlich und die technische Realisierung sichtbar. Besonders interessiert waren die Teilnehmer an den Laborkonzeptionen und der Haustechnik. Auch hier referierten die beteiligten Firmen selbst. „Ich bin erstaunt, wie tief uns die Unternehmen in ihre Technik und Planung haben blicken lassen“, kommentierte ein Teilnehmer am Ende der Veranstaltung.

Tierhaltung
Ein ganzer Tag des Forums Laborbau 2012 war der Tierhaltung gewidmet. MPI und CECAD werden für die Forschung vor allem Mäuse, das MPI darüber hinaus noch Würmer und Fliegen halten. Während für letztere

Sonderräume wie Klimakammern ausreichen, sind für die Tierarten Maus und Ratte besondere Barriere-Tierhaltungen notwendig. Dies ergibt sich vor allem aus den Hygienevorgaben. Denn bei einer durchschnittlichen Käfighaltung mit zwei bis drei Tieren kommen in 10.000 (MPI) bzw. 20.000 (CECAD) Käfigen eine Menge Mäuse zusammen, die der Altersforschung dienen werden.

In beiden Instituten werden der Versuchstierhaltung Platz auf einer ganzen Etage eingeräumt, was ungefähr 2.000 bzw. 3.000 Quadratmetern entspricht. Die Arbeiten von Tierpflegern und Forschern, die die Tiere umsetzen und für die Säuberung der Käfige sorgen, werden systematisch in „Arbeitsstraßen“ unterteilt, die eine Verschleppung von Schmutz verhindern sollen. Daher der Begriff „Barriere-Tierhaltung“. Die Käfigreinigung wird mit Maschinen und zum Teil mit Robotern automatisiert. Die Laborplaner zeigten hier logische, (auch aus Behördensicht - wie z. B. Brandschutz) realisierbare Lösungen für beide Gebäude.

Das Forum Laborbau findet jährlich statt und bespricht Themen immer anhand eines Praxisbeispiels. In diesem Jahr konnten sogar zwei  Gebäude gezeigt werden. Die Veranstaltung von Klinkner & Partner ist durch die enge Kooperation mit der dr. heinekamp Labor- und Institutsplanung GmbH so wertvoll. Dr. Heinekamp gibt nicht nur detaillierten Einblick in seine Arbeiten und den neuesten Stand der Technik, sondern unterstützt jedes Forum Laborbau mit seinem Team, das die Führungen durch die Laborbauten organisiert.

Wir danken an dieser Stelle allen Beteiligten: Dr. Heinekamp und seinem Team, den Architekten der Büros hammeskrause, Stuttgart, und gmp Aachen, den Betreibervertretern sowie der Ingenieurgesellschaft Feldmeier aus Münster für ihr eingebrachtes Expertenwissen und ihre Diskussionsbereitschaft. Wir danken außerdem der Max-Planck-Gesellschaft und der Universität zu Köln, dass wir mit unseren Teilnehmern in den noch nicht fertiggestellten Laborbauten zu Gast sein durften.

Forum Laborbau 2013
 Auch in 2013 wird es wieder ein Forum Laborbau geben. Leider können wir heute noch nicht sagen, wo es stattfinden wird, denn es muss  ein Neubau sein, in dem die Nutzer noch nicht eingezogen sind, bei der die „Baustelle“ aber schon begehbar und sinnvoll vorzeigbar ist. Den neuesten Stand der Technik wird das nächste Forum jedenfalls bestimmt wiedergeben.


Den Artikel finden Sie unter:

http://www.klinkner.de/hinweise/2651-eine-menge-maeuse-im-labor

Quelle: Dr. Klinkner & Partner GmbH (10/2012)
 
 
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