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Akkreditierungspflicht im Bauproduktensektor

ImageDie Frist für die vollständige Umsetzung der neuen Bauproduktenverordnung (BauPVO) läuft zum 1. Juli 2013 ab. Die Verwendung  sicherer Bauprodukte ist notwendig, damit von Bauwerken weder Gefahr für Mensch, Haustier und Güter ausgehen noch die Umwelt geschädigt wird. Bisher sorgte in Deutschland  die Bauproduktenrichtlinie (Richtlinie 89/106/EWG) für die Sicherheit von Bauprodukten. Seit dem 24. April 2011 wird diese jedoch schrittweise durch die vom Europäischen Parlament und vom EU-Ministerrat verabschiedete neue BauPVO abgelöst.

Mit dieser Verordnung werden die Regelungen für die Vermarktung von Bauprodukten in Europa präzisiert, um mehr Rechtsverbindlichkeit, Transparenz, Effizienz und eine  Entlastung insbesondere der kleinen und mittleren Unternehmen zu erreichen. Betroffen sind damit auch alle Prüflaboratorien, die in dieser Branche arbeiten.

Die neue BauPVO gehört zu den ersten Verordnungen der EU, die die Vorgaben des Beschlusses EU 768/2008 hinsichtlich der Anforderungen an zu notifizierende Stellen übernimmt und damit die Akkreditierung als Kompetenznachweis für die Notifizierung der Prüf- und Zertifizierungsstellen im Bauproduktensektor als bevorzugten Weg aufzeigt.

Die BauPVO gilt unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten.  Dennoch sollen mit einer Anpassung des Bauproduktengesetzes wichtige Verfahrensschritte für die deutsche Wirtschaft konkretisiert werden. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gab dazu auf seinem Symposium zur BauPVO im November 2011 eine der wesentlichsten Richtungen dazu bekannt.

In Deutschland wird die Akkreditierung der Prüf- und Zertifizierungsstellen durch die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) die Grundlage für die Notifizierung dieser Stellen bei der Europäischen Kommission sein.

Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) übernimmt die Aufgaben der notifizierenden Behörde gemäß Artikel 45. Die Frist für die vollständige Umsetzung der BauPVO läuft zum 1. Juli 2013 ab, d. h., bis dahin müssen auch die bisher schon notifizierten Stellen eine neue Notifizierung durch das DIBt erfahren.

Die neue Produktinformationsstelle für das Bauwesen wird die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin sein.

 

Hilfreiche Adressen:

Informationen zur Akkreditierung nach EU-BauPVO
Mit Downloadmöglichkeiten für Antragsdokumente und weiteren Informationen
http://www.dakks.de/node/1254

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)
http://www.bmvbs.de

Deutsches Institut für Bautechnik (DIBt)
http://www.dibt.de/

Abteilung Bauwerkssicherheit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
http://www.bam.de/de/kompetenzen/fachabteilungen/abteilung_7/index.htm

 

Quelle:  Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH DAkkS (03/2012)

 
 
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