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Montag, 26. Juni 2017
 
 
Richard F. Heck

 

Richard Fred Heck (* 15. August 1931 in Springfield, Massachusetts) ist ein amerikanischer Chemiker, der durch die Entdeckung der Heck-Reaktion bekannt geworden ist. Die Reaktion dient der Palladium-katalysierten Verknüpfung von Arylhalogeniden mit Alkenen und gehört zu den wichtigsten Reaktionen zur Knüpfung einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung. Die Bedeutung der Heck-Reaktion kann auch daran abgelesen werden, dass 2002 in Organic Reactions das Kapitel zur intramolekularen Heck-Reaktion alleine rund 400 Seiten umfasste.>J. T. Link: The Intramolecular Heck Reaction. In: Organic Reactions. Band 60, Wiley, Hoboken, New Jersey 2002, S. 157–534.</ref> Am 6. Oktober 2010 gab das Nobel-Preis-Komitee bekannt, dass ihm zusammen mit Ei-ichi Negishi und Akira Suzuki der Chemie-Nobelpreis verliehen wird.

Wissenschaftlicher Werdegang

1952 erhielt Heck seinen B.S. von der University of California, Los Angeles (UCLA). Dort blieb er, um bei Saul Weinstein zu promovieren (1954). Danach ging er zu Vladimir Prelog an die ETH Zürich. Dort beschäftigte er sich ebenfalls mit der Solvolyse von Cycloalkyl-arylsulfonaten. Zurück an der UCLA vertiefte er seine Untersuchung der Nachbargruppen-Effekte. Dann folgte 1956 eine Tätigkeit in der Industrie bei Hercules Powder Co. in Wilmington, Delaware. Seine Forschungen dort an der Hydroformylierung führten zu einem ersten Vorschlag für den Mechanismus einer übergangsmetall-katalysierten Reaktion.
1971 führte ihn sein Weg an die University of Delaware, wo er sich weiterhin mit der Organopalladium-Chemie beschäftigte. Hier entdeckte er die heute so bedeutende Heck-Reaktion. Damit legte er den Grundstein für eine ganze Klasse von Palladium-katalysierten Reaktionen, darunter die mit Derivaten der Boronsäure, die Suzuki-Kupplung und die Sonogashira-Kupplung, die benutzt wird um Fluoreszenzfarbstoffe an DNA zu koppeln. Heck charakterisierte darüber hinaus erstmals den Mechanismus der Alken-Hydroformylierung.
Heck ging 1989 in den Ruhestand und wohnt heute auf den Philippinen. Er erhielt 2006 den Herbert C. Brown Award for Creative Research in Synthetic Methods. Außerdem wurde 2004 ein Lehrstuhl zu seinen Ehren benannt. 2010 erhielt er zusammen mit Ei-ichi Negishi und Akira Suzuki den Nobelpreis für Chemie.
Neben vielen Aufsätzen in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichte Heck das Buch Palladium reagents in organic syntheses (Academic Press, London 1985, ISBN 0-12-336140-0).

Einzelnachweise


Literatur

  • R. F. Heck, J. P. Nolley, Jr.: Palladium-catalyzed vinylic hydrogen substitution reactions with aryl, benzyl, and styryl halides, J. Org. Chem., 1972, 37 (14), S. 2320–2322; {{DOI|10.1021/jo00979a024}}.
  • {{cite journal | doi = 10.1016/S0022-328X(98)01136-X | title = A profile of Professor Richard F. Heck Discovery of the Heck reaction | year = 1999 | author = Ei-ichi Negishi | journal = Journal of Organometallic Chemistry | volume = Band 576 | pages = XV–XVI}}
  • {{cite journal | journal = Chemical & Engineering News | volume = Band 84 | issue = 6 | pages = 34–38 | date = 6. Februar 2006 | author = Linda Raber | title = Herbert C. Brown Award for Creative Research in Synthetic Methods | url = http://pubs.acs.org/email/cen/html/020906105850.html#5}}

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Richard F. Heck aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Die hier dargstellte Version des Artikels wurde am 26.10.2010 22:53:08 auf Wikipedia veröffentlicht.

 
 
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