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Glossar Kalibrierung
 


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Glossar/Kalibrierung
Der Wahre Wert (true value) ist der tatsächliche Merkmalswert, der sich ist in der Regel praktisch durch Messen (stetige Messwertverteilung) nicht ermitteln lässt und somit unbekannt ist. Selbst wenn die Grundgesamtheit zur Prüfung zur Verfügung stehen würde, ist es theoretisch nicht möglich, alle möglichen Werte zu messen. Die wahren Werte können nur angenähert werden.Bei diskreten Werteverteilungen können wahre Werte ermittelt werden wie z.B. durch Zählen der Anzahl der in einer Grundgesamtheit enthaltenen Elemente.

162. WFR
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siehe Wiederfindungsrate

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Die Wiederfindung (recovery ) oder Wiederfindungsrate (recovery rate) W gibt das Verhältnis des unter Wiederholbedingungen gemessenen Mittelwertes zum richtigen Wert eines Analytgehaltes in Prozent an. Ihr Idealwert ist 100%. Sie wird durch den Vergleich der Messergebnisse eines Analyten mit einer Analytprobe in Gegenwart der Matrix (Wirkstoff: andere Verunreinigungen, Präparat: Hilfsstoffe) sichergestellt. Es ist sinnvoll, die Wiederfindung für unterschiedliche Konzentrationsniveaus sicherzustellen (siehe Wiederfindungsfunktion). In der Regel decken 3 Niveaus, z.B. 70, 100 und 130% des zu erwartenden Wertes den Arbeitsbereich ausreichend ab. Die Wiederfindungsrate ist lediglich ein anderes Maß zur Charakterisierung der Richtigkeit einer Methode. Die Wiederfindungsrate macht Aussagen über Verluste durch Probenvorbereitungsschritte oder Matrixeinfluss und ist in der Spurenanalytik besonders wichtig. Bei einer Wiederfindungsrate, die ungleich 100 Prozent und unabhängig vom Gehalt des Analyten ist, liegt ein proportionaler systematischer Fehler vor. Bei einer zu kleinen Wiederfindungsrate empfiehlt es sich die Messsignale des Analyten auf eine dem Analyten möglichst ähnliche Hilfskalibriersubstanz (interner Standard) zu beziehen. Der interne Standard sollte in einem möglichst frühen Aufarbeitungsschritt der Probe in definierter Menge zugegeben werden.

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Ist die Wiederfindungsrate konzentrationsabhängig, so sollte die Abhängigkeit der Wiederfindungsrate von der Konzentration im relevanten Arbeitsbereich durch eine Wiederfindungsfunktion (recovery function) dargestellt werden.

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Der Begriff Wiederholbarkeit (repeatability) wird in DIN-Normen nicht mehr verwendet und sollte durch Wiederholgrenze ersetzt werden. Dadurch werden auch Unklarheiten mit dem englischen Begriff repeatability vermieden, der für Wiederholbarkeit und Wiederholpräzision steht.

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Wiederholbedingungen (repeatability conditions) liegen vor, wenn die gleiche Prüfmethode auf identische Proben vom selben Mitarbeiter mit demselben Gerät im selben Labor innerhalb einer kurzen Zeitspanne angewendet wird. Wiederholbedingungen führen zur geringstmöglichen Streuung der Messwerte (best case).

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Der kritische Wiederholdifferenzbetrag (repeatability critical difference) ist der Betrag, unter dem oder höchstens gleich dem der Absolutwert der Differenz zwischen zwei unter Wiederholbedingungen gewonnenen Ergebnissen, von denen jedes eine Serie von Ermittlungsergebnissen repräsentiert, mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit erwartet werden kann. Beispiele für solche Ergebnisse sind der arithmetische Mittelwert oder der Median einer Serie von Ermittlungsergebnissen, wobei die Serie aus nur einem Ermittlungsergebnis bestehen kann. (DIN 55350 Teil 13)

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Die Wiederholgrenze (repeatability limit) ist der kritische Wiederholdifferenzbetrag für zwei einzelne Ermittlungsergebnisse und für eine vorgegebene Wahrscheinlichkeit von 95%. (DIN 55350 Teil 13)

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Die Wiederholpräzision (repeatability) ist die Präzision unter Wiederholbedingungen. Sie erfasst nur die laborinternen Kurzzeitschwankungen (Bestfallbetrachtung) und wird quantitativ als Wiederholstandardabweichung oder Wiederholgrenze angegeben.

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Wiederholte Messung - an der selben Probe. Das Ergebnis kann nur zur Verringerung der zufälligen Streuung der Messung selbst dienen. - an einer neuen Probe. Das Ergebnis kann zur Verbesserung der Präzision der Beurteilung der Probe verwendet werden.

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Grafisches Verfahren zum Vergleichen von Analysenergebnissen mit dem Ziel, relativ einfach Aussagen über Präzision und systematische Fehler zu gewinnen.

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siehe Youden-Diagramm

173. Z-Score
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Z-Score ist eine Kennzahl zur Charakterisierung von Ringtestergebnissen.Er berechnet sich zu: Z-Score = (Messwert - Vorgabewert)/StandardabweichungLiegt der Z-Score zwischen -2 und +2 ist der Ringtest für das Prüfverfahren bestanden.Der Z-Score ist mit dem z-Wert der Gaußverteilung zu vergleichen. Dort beschreibt z= ±2 den 95%-Streubereich.

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Abweichung des unberichtigten Messergebnisses vom Erwartungswert. Zufällige Messabweichungen (random deviation, random error) treten zweiseitig auf, so dass sie durch Wiederholmessungen erfassbar sind (Beispiele: Temperaturschwankungen im Labor, Ableseungenauigkeit, Rundungsfehler).

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Zwischenbedingungen (intermediate conditions) liegen vor, wenn identische Proben im selben Labor mit der gleichen Prüfmethode in größeren Zeitabständen und/oder von unterschiedlichen Personen und/oder mit unterschiedlichen Geräten untersucht werden. Sie liegen damit zwischen Wiederhol- und Vergleichsbedingungen. Idealerweise sollten sie die übliche Laborroutine widerspiegeln und somit eine gute Abschätzung für das Streuverhalten in Qualitätsregelkarten liefern.

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Unter Zwischenbedingungen gemessene Präzision (intermediate precision).

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